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Tag der offenen Tür

 

an der Alois-Wißmann-Schule am 2.Juli 2016

 

Regelmäßig findet an der AWS ein Tag der offenen Tür oder ein Schulfest statt, bei sich die Schule der Öffentlichkeit präsentiert.

Am 2. Juli 2016 wurde ein Tag der offenen Tür unter dem Motto „Unsere Welt ist bunt“ gestaltet, der zahlreiche Gäste in den Mehrzweckraum lockte. Hier gestalteten die Schüler und Lehrer der AWS ein abwechslungsreiches Programm. Die Schulband spielte zwei Stücke und wurde mit tosendem Applaus belohnt. Die Theatergruppe, die in Form eines Projektes gemeinsam mit Mitarbeitern der Badischen Landesbühne ein äußerst stimmungsvolles Pantomime-Stück inszenierte wurde ebenfalls mit viel Applaus bedacht! Zum Abschluss sang die Schulgemeinschaft gemeinsam zwei Lieder.

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Gäste sich bei Kaffee und Kuchen und/oder bei Grillwürstchen und Getränken stärken und auf einen Rundgang durch das Schulhaus gehen. Den gesamten Nachmittag über war für Jung und Alt und für alle Interessierten ein buntes Programm geboten. Die Lehrkräfte boten in den jeweiligen Klassenzimmern Einblicke in ihre Arbeit, stellten Unterrichtsmaterial zum Anschauen und Ausprobieren bereit, die Betreuungskräfte sowie freiwillige Helfer gestalteten ein Spiel- und Bastelangebot.

 

2BCHSchulfestWißmann, 06.07.2016 10:54:20 - Benutzer: Tanja.Radan - PROOF


Individualität wird großgeschrieben
Tag der offenen Tür an der Alois-Wißmann-Schule Buchen. (ew)

 

Jeder Mensch ist wertvoll, das steht so schon in der Präambel des Grundgesetzes. Diesen Satz schienen am Tag der offenen Tür der Alois-Wißmann-Schule am Samstag, alle gut zu kennen.
Unter dem Motto „Die Welt ist bunt“ feierten Eltern, Lehrer, Schüler und viele Unterstützer des „Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit Förderschwerpunkt für geistige Entwicklung“ bei buntem Programm.
Schulleiterin Cornelia Weidenfeld betonte in ihrer Rede, dass die Einrichtung, egal welchen Namen man ihr auch immer verpassen mag, stets eine Schule für eine besondere Schulfamilie bleiben wird.

Sie dankte allen, besonders Schulamtsdirektorin Britta Lorenz, Michael Wüst von der Musikschule sowie stellvertretendem Bürgermeister Weber, für Kommen und Unterstützung. Großes Lob ging auch an Elternbeiratsvorsitzende Birgit Schweitzer und alle Beteiligten bei
der Vorbereitung und Durchführung der abwechslungsreichen Darbietungen. Sie hob auch die Zusammenarbeit mit Schulträger, Banken, Stadt, Burghardt-Gymnasium, Kirchen und Politikern hervor, die zwar teilweise beim Fest nicht da waren, aber immer zur rechten Zeit paratwären. „Ohne Kooperation geht gar nichts“, so Schulleiterin Weidenfeld.
Die Band der Schule sorgte für gute Unterhaltung. Ein Theaterstück, das in Zusammenarbeit mit der Badischen Landesbühne entstanden war, zeigte ganz ohne Worte den Leitsatz der Schule auf:
Es ist normal, verschieden zu sein.

Zu Anfang des Stücks bewunderten sich die bunten Maskenträger und wunderten sich
über Gemeinsamkeiten und Unterschiede des anderen. Doch dann stellen sie fest,
dass alle irgendwie gleich sind, ein Ziel haben, eine Richtung. Eindrucksvoll inszenierten
die Vertreter der Badischen Landesbühne, Guth und Ginz, zusammen mit Lehrern und Schülern auf einfache Weise, dass es nicht viel braucht, um sich gegenseitig zu verstehen und „dass es gut ist, verschieden zu sein, da es sonst ja langweilig wäre“.

Das Programm schloss mit zwei Liedbeiträgen aller anwesenden Lehrer und Schüler.
Dann war Gelegenheit, die Schule zu besichtigen. Hier konnte man von einem offenen und motivierten Kollegium erfahren, wie jeder Schüler individuell unterrichtet wird.

Besonders stolz sei die Schule auf die neuen „iPads“, da diese vor allem für den Unterricht mit autistischen und nicht sprechenden Schülern neue Perspektiven darstellen würden.

 

 

 

Tag der offenen Tür

an der Alois-Wißmann-Schule am 19.10.2013

 

 

Individuelle Förderung steht im Vordergrund

 

Jana läuft aufgeregt von einem Gast zum anderen. Es ist Tag der offenen Tür an „ihrer“ Schule, der Alois-Wißmann-Schule in Buchen, und das ist neu und aufregend für die 14-jährige. Während Jana und ihre Schulkameradinnen und –kameraden das ungewohnte Treiben im Schulhaus mehr oder weniger genießen, steht für Schulleiterin Cornelia Weidenfeld die Vorstellung ihrer Schule und des neuen Logos im Vordergrund. Denn die Alois-Wißmann-Schule ist eine  „besondere Schule für besondere Kinder mit besonderem Förderbedarf“, wie sie bei der Begrüßung formuliert.
Fast 50 Kinder werden an vier Schulorten unterrichtet: die meisten im Stammhaus, vier in einer Außenklasse in Hainstadt, fünf in einer Außenklasse in Seckach und vier in der Berufsvorbereitenden Einrichtung, die  in Vorbereitung auf einen Beruf in der Zentralgewerbeschule und der Helene-Weber-Schule beschult werden bzw. Praktika machen. Tatsächlich schaffen es Abgänger der Schule immer wieder auch in den ersten Arbeitsmarkt.  Neben vielen Unterhaltungs- und Spielangeboten sollten am Tag der offenen Tür gerade auch diese Informationen weiter gegeben werden. So war ganz selbstverständlich auch dem Stichwort Inklusion – der gemeinsamen Beschulung von nichtbehinderten und behinderten Kindern - ein Bereich gewidmet. In Übereinstimmung mit Schulrätin Britta Lorenz, die der Schule ebenfalls einen Besuch abstattete, betonte die Schulleiterin: „Inklusion macht bei dem, was uns derzeit an Geld und damit an Unterstützung zur Verfügung steht, nur in Außenklassen Sinn.“ Die allerdings laufen vorbildlich, sowohl die behinderten als auch die nichtbehinderten Kinder samt Schule profitierten davon: „Und nur, wenn dieses win-win-Situation gegeben ist, können sich solche Projekte längerfristig etablieren.“
Von großem Interesse für die Gäste war am Tag der offenen Tür neben zahlreichen Einblicken in den Unterrichtsalltag auch das Unterrichtsfach Wohntraining, bei dem ältere Schülerinnen und Schüler trainieren, was ihre nichtbehinderten Altersgenossen quasi nebenbei lernen: Unter realen Bedingungen leben und wohnen sie nach dem Unterricht in einem benachbarten kleinen Haus  in kleinen Gruppen, gehen einkaufen, lernen, ihr Geld einzuteilen oder ihre Freizeit zu strukturieren.
     Grundsätzlich wird in der Alois-Wißmann-Schule sehr viel Wert gelegt auf die ganz individuelle Förderung. Denn jedes Kind bringt andere Fähigkeiten und Voraussetzungen mit - in einer großen Spannbreite. „Wir schauen uns die Kinder ganz genau an, überlegen mit den Eltern, wo wir hinwollen und gehen individuelle Wege, um zu individuellen Zielen zu kommen“, so Cornelia Weidenfeld. Das neue Logo, kreiert von Verena Hamleh, vom Limbacher Büro „außerordentlich Kommunikationsdesign“ soll dieses Leitbild darstellen: Viele bunte, unterschiedlich dicke Bänder ergeben ein rundes, harmonisches Ganzes, stellvertretend für die vielen unterschiedlichen Kinder mit ihren ganz unterschiedlichen Begabungen. Ganz nach dem berühmten Satz von Richard von Weizsäcker: „Es ist normal, verschieden zu sein. Es gibt keine Norm für das Menschsein.“

 

 

                          RNZ_Buch_Logo_3.jpg

 

Kinder der Wißmann-Schule mit dem neuen Logo, das unterschiedliche Kinder, unterschiedliche Wege und individuelle Ziele, aber ein harmonisches Ganzes symbolisiert.