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Wohntraining

Wohntraining

Seit Juni 2007 steht den Schülern der Alois- Wißmann- Schule ein kleines, freistehendes Haus mit Garten und Terrasse zur Verfügung, um regelmäßig am Wohntraining teilzunehmen. In dem schulnahen Gebäude (ca. 250 m entfernt) haben die Schüler die Möglichkeit eine für sie neue Wohnform unter Realbedingungen kennen zu lernen.

Das Haus wurde gemeinsam mit den Schülern der damaligen Werkstufe renoviert und eingerichtet. Nach wie vor ist die Nutzung in vielfältiger Weise in den Unterricht eingebunden. Neben regelmäßigen Putz- und Aufräumaktionen muss beispielsweise die Bettwäsche nach dem Wohntraining gewaschen und gebügelt werden.

Ziel des Wohntrainings ist somit, gemäß dem Leitbild der Schule, die Schüler individuell auf ambulant betreutes, oder sogar möglichst selbständiges Wohnen vorzubereiten und sie damit zu weitgehender sozialer Integration zu führen.

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Rahmenbedingungen

Wer nimmt am Wohntraining teil?

In erster Linie bis zu vier Schüler der Berufsschulsstufe und gegebenenfalls einzelne Schüler der Hauptstufe. Das Wohntraining findet in gleichgeschlechtlichen Gruppen statt.

Wann findet das Wohntraining statt?

Im zweiwöchentlichen Rhythmus wohnt eine von momentan vier Gruppen mit einem betreuenden Lehrer bzw. einer Heilerziehungspflegerin für drei Tage im Trainingswohnhaus.

Wie ist das Wohntraining organisiert?

Der Umfang an pädagogischer Begleitung orientiert sich an den jeweiligen Kompetenzen der einzelnen Schüler. Manche benötigen ein sehr hohes Maß an Assistenz, dann gewährleistet die zuständige Begleitperson eine durchgehende Anleitung und Betreuung, bleibt also auch über Nacht im Haus. Anderen ist es dagegen möglich, den Alltag während des Wohntrainings weitgehend selbständig zu bewältigen, dann bleibt die Begleitperson zwar ständig erreichbar, ist aber nur phasenweise präsent.

 

Inhalte des Wohntrainings in Bezug auf…

.größtmögliche individuelle Selbständigkeit und Selbstbestimmung

  • Selbstversorgung

    • Umgang mit Geld (z.B. Einkaufen)

    • Körperhygiene

    • Zubereiten von Mahlzeiten

    • Reinigungsarbeiten

    • Renovierungsarbeiten

 

  • Organisation

    • Tagesrhythmus (Aufstehen, Zeitmanagement,…)

    • Planung der Einkäufe (Mengen)

 

gesellschaftliche Teilhabe und soziale Interaktion

 

  • Freizeitgestaltung

    • Nutzung ortsnaher Angebote (Jugendhaus, Kino, Billard,…)

    • Kennen lernen von Feizeitangeboten in der Umgebung (durch den schuleigenen Bus kann z. B. das Solymar in Bad Mergentheim oder die Kegelbahn in Mosbach besucht werden)

    • Eventuell Kooperation mit anderen Einrichtungen (Seit zwei Jahren besteht eine Kooperation mit Schülern des Burghardt- Gymnasiums Buchen. Jeweils 2 Schüler des BGB unternehmen an einem Abend des Wohntrainings mit den „Trainingswohneren“ gemeinsame Aktionen wie z.B. Kochen oder Billard spielen)

 

  • Empfang und Bewirtung von Gästen

 

  • Soziales Lernen

    • Das Erleben einer Wohngemeinschaft

    • Verantwortung übernehmen

    • Gemeinsames Planen

    • Aufgabenteilung – jeder kann seine Stärken in die Gruppe einbringen

 

Nun noch einige Impressionen zum Wohntraining:

 

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Die Vorbereitung auf die größtmögliche Selbständigkeit bedeutet auch selbst abzuspülen und selbst das Bett zu überziehen.

 

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Gemeinsames Billard spielen und chinesisch Kochen mit den Schülern des BGB

 

 

Das Haus ist auch außerhalb des Wohntrainings fester Bestandteil des Unterrichts der Berufsschulstufe:

 

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Alljährlich findet eine große Putz- und Aufräumaktion im Haus und rund ums Haus statt.

 

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Auch saisonbedingte Arbeiten wie Schnee schippen

werden in den Unterricht integriert